Das Ende der "Rauhenzeit": vom Abarbeiten des Eingangskorbs, mehr Energie und Aussichten von Cary Grant

Heute ist der 6. Januar. Nicht irgendein Tag, sondern in unseren Breitengraden markiert dieser Tag das Ende der Weihnachtszeit (Heilige Drei Könige) und das Ende der sogenannten Rauhnächte. Als Rauhnächte oder auch Rauhenzeit gelten die Tage nach Weihnachten, also „zwischen den Jahren“ und der Jahresanfang bis zum 6. Januar. In dieser Zeit treiben nach alter mythischer Vorstellung „Geister“ ihr Wesen und Unwesen. Dadurch ist die Zeit zwischen den Jahren auch gut geeignet, um mit Intuition in die Zukunft zu schauen, zu „orakeln“. Daher kommt der Brauch des Bleigießens zu Silvester. Wer seine Träume in dieser Zeit beobachtet kann feststellen, dass sich dort tatsächlich häufig Geister der Vergangenheit rumtreiben und manches emotional reloaded wird, um dann endgültig verabschiedet zu werden. Traditionell ist die Rauhzeit eine Zeit der Häuslichkeit und der Ordnung. Die Tradition sagt: „im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen“ (die gruselige Erklärung für diesen Brauch könnt ihr unter Wikipedia nachlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht#Ordnung_und_Umsicht).

Etwas weniger gruselig und sehr energiegebend ist das Aufräumen zwischen den Jahren.

Wer es bis jetzt noch nicht gemacht hat, kann die Rauhenzeit einfach noch bis zum Wochenende verlängern und ausmisten. Ich schlafe seit meiner Ordnungsaktion eine Stunde weniger und habe mehr Energie!

Fürs Aufräumen arbeiten wir in unserem Team sehr gern angelehnt an die Methode von David Allen:  „Wie ich die Dinge geregelt kriege“  (Getting things done, beides als Taschenbuch erhältlich). Man bearbeitet damit Schritt für Schritt seinen „Eingangskorb“, physisch und digitale und auch die schrecklichen Langzeitablagen, wo man sich immer gesagt hat, „da müsste ich mal ran“. Damit man nicht völlig ordentlich wird, empfiehlt es sich allerdings immer, einen Ordner für Unordentliches zu haben, z.B. mit der Aufschrift: „IWS“ (Irgendwelcher Scheiß).

Für den Rest braucht man: Ablage-Utensilien wie Klarsichthüllen, Ablagemappen, Hängeregister sowie Ordner im Mailsystem und auf der Festplatte, seinen Kalender (virtuell und/oder in Papier), sowie ausreichend Zettel für Listen, auf denen man Aktionen festhält, die später zu erledigen sind.

Dann geht’s los: Man packt sich einfach einen traditionellen Ablagekorb voll mit „Zeug“.

Nimmt jeweils einen Vorgang hoch und entscheidet:

-       Gleich tun (wenn es nicht länger als 2-5 Minuten dauert)

-       To-Do Punkt auf einer Liste markieren  - Zeitpunkt im Kalender markieren - und Material in zugehöriger Projektablage verstauen

-       Ablegen zur Information ohne ToDo (Programme, Anmeldungen, Reiseunterlagen)

-       Delegieren und ablegen, mit Vermerk im Kalender, wann man darauf zurückkommt.

Im integralen Coaching kennen wir das als Methode „Do one thing at a time“, zur mentalen Beruhigung. Genau nach der Methode funktioniert die Abarbeitung des “Eingangs-Korbs”.  Der Gentleman-Schauspieler und Charmeur Cary Grant sagte es mit einem Lächeln zu seiner Filmpartnerin: „Eins nach dem anderen, Darling“ (damit war aber nicht der Ablagekorb gemeint…., aber das ist eine andere Geschichte.