Jahresrückblick 2011 und virtuelle Plattform in 2012: Integrales Coaching in Europa

Img_1356

Wenn wir im CCB auf das Jahr 2011 zurückblicken, dann freuen wir uns ganz besonders, dass die gemeinsame Teamanstrengung, unserer integralen Coachausbildung arete zu verleihen, in diesem Jahr mit der sofortigen Anerkennung durch die International Coach Federation (ICF) gewürdigt wurde. Vielleicht ein Grund, warum wir einen Monat vor Start der nächsten Ausbildung vermelden müssen: Warteliste! (auch für das Assistentenprogramm).
2011 im Schnellrücklauf: zwei Ausbildungen gestartet und eine erfolgreich abgeschlossen, die Coachwoche der ICF in Berlin mit gestaltet, die Kooperation mit der ELA-European Leadership Academy ausgebaut, Teamcoachings und Workshops für bestehende und neue Kunden entwickelt, und neue Partnerinnen und Partner ins Team integriert. Auch Abschiede haben wir 2011 konsequent umgesetzt.
Vor allem aber macht es uns glücklich, dass unser Kundenkreis und die Coach-Community kontinuierlich und immer facettenreicher wachsen. Neue Kooperationen entstehen. Im kommenden Jahr 2012 werden wir virtuell für noch mehr Vernetzung sorgen, indem wir eine neue Website für Integrales Coaching in Europa launchen. Diese Seite wird mit der Zeit zu einer Plattform zum Austausch von Wissen, Ideen und Kooperationen wachsen. Außerdem veröffentlichen wir das Fachbuch zum Integralen Coaching des CCB im Springer Science Verlag. Dazu wird auch unsere homepage in neuem Gewand erscheinen.

Die Welt verändert sich stetig. Warum nicht einfach ein Teil der Veränderung sein, die positiv ausgerichtet ist?

Das Team vom CCB: Guido, Ursula, Fabian, Susanne, Sabine, Marie, Suzana.

Das Schöne, Wahre und Gute - Die Berliner Philharmoniker live im Ersten - hörenswert!

31.12.2011, 18.30 Uhr: Die Berliner Philharmoniker live im Ersten

Fernsehtipps stehen ja eher selten auf unserer Homepage. Aber an Silvester möchten wir eine Ausnahme machen: Die Berliner Philharmoniker mit ihrem Silvesterprogramm heute, 31.12.2011 -  18.30 Uhr im Ersten Fernsehprogramm.

Welche Schönheit und Kraft exzellente Musiker unter einer exzellenten Führungsperson entfalten, haben wir am 29.12. bei der öffentlichen Generalprobe der Berliner Philharmoniker mit Leib und Seele erfahren. Dieses Weltklasseorchester verkörpert definitiv arete (höchste Tugend) in der Musik. Dieser samtweiche, satte Klang lässt einen die Welt außerhalb vergessen und doch ist man gleichzeitig völlig verbunden. Die Musik umhüllt den Zuhörer mit samtweichen Celli, zartschmelzenden Geigen und den geheimnisvollen Klängen der Hornbläser. Dann rütteln einen die Trompeten mit Ihren Signalen aus den Gedanken und Kastagnetten kitzeln die Ohren. Das Dröhnen der monumentalen Pauke lässt jeden heavy metal Musiker als dummen Jungen dastehen. Sir Simon Rattle schwelgt in einer gemeinsamen Bewegung mit den Musikern, man versteht, man fühlt, was ein „Klangkörper“ ist. Eindrucksvoll. Live zu erleben heute, 18.30 Uhr im Ersten Fernsehprogramm.

Unsere Empfehlung für 2012: Eine Generalprobe einmal selbst erleben! Man kann sich telefonisch anmelden. Und für alle Nicht-Berliner ist so ein Kulturprogramm ein schöner Anlass, auch bei uns wieder einmal vorbei zu schauen.

Wir wünschen ein inspirierendes, freudiges und kraftvolles Jahr 2012 in dem das Gute, Schöne und Wahre erfahrbar wird.

Dezember 2011 - Januar 2012: von der Tugend des Winterwaldes und einer Selbst-Coaching Übung zum Jahresrückblick

Ursula_wagner_

 

Dezember 2011 – Januar 2012: von der Tugend des Winterwaldes und einer Selbst-Coaching Übung zum Jahresrückblick

 

Ich komme gerade aus dem Tegeler Winterwald und war wieder einmal sehr froh hier zu leben und zu arbeiten. Das Sonnenlicht bricht sehnsuchtsvoll durch die unverschneiten Zweige, das Laub federt als satter Teppich unter den Füßen. Die Bäume und Pflanzen des Waldes befinden sich in verschiedenen Stadien des Lebens, im Aufbau und im Abbau. Alles ist in Harmonie und jedes Teil leistet seinen Beitrag zur perfekten Balance dieses Ökosystems. Inmitten dieser tröstenden Vollkommenheit musste ich an die gerade zurückliegende Lektüre für meine Dissertation zu Weisheit denken (empfehlenswert und gut verständlich: Julian Nidan-Rümelin: Die Optimierungsfalle – Philosophie einer humanen Ökonomie). Dort wird der Begriff der areté ausgeführt (meist übersetzt als: Tugend). Der Begriff aus der antiken griechischen Tugendethik benennt  die Eigenschaft von Personen oder Dingen, die durch ihre Tauglichkeit herausragen, die vortrefflich sind. Nicht nur Personen können nach dem antiken Verständnis arete haben, sondern auch Dinge (Quelle: Wikipedia). Die arete des Waldes ist seine naturhafte, heilsame Gegenwart. Wenn ich ein iPhone oder ein exzellentes Kleidungsstück anfasse, spüre ich die arete von Material und  Design. Für den Coach ist arete zum Beispiel verkörpert in Präsenz und Zuhören. Für die Märchenfigur Momo beschreibt der Autor Michael Ende, was Zuhören bewirkt: Momo hört in einer Art zu, dass Ratlose auf die Lösung ihrer Probleme ganz allein kommen und Mutlose sich getröstet fühlen.

Zum Jahresabschluss: die Zeit zwischen den Jahren und der Jahresanfang dienen seit jeher dazu, zu entrümpeln und Altlasten jeder Art loszuwerden sowie flow-Zeit für die strategische Ausrichtung zu genießen. Für die Reinigung von Räumen hat sich das in allen Weisheitstraditionen praktizierte Ritual des Räucherns mit Weihrauch oder Salbei bewährt. In diesem Jahr ging es bei uns einfacher. Unser Wohnzimmer duftet jetzt intensiv nach Tannennadeln und der verbrannte Adventskranz fristet ein Restdasein auf dem Balkon. Genug geräuchert!

Ein ungefährlicheres Jahresendritual möchten wir für den Abschluss von 2011 daher noch mitgeben. Es ist ein Teil des Biografischen Coachings und unterstützt zu reflektieren, was gewesen ist. Interessant wird die Übung in den folgenden Jahren, wenn man das Aufgeschriebene vergleicht (Zur Quelle: Die genaue Quellenangabe ist mir leider nicht mehr möglich, da ich die Übung vor Jahren aus einem Kalender zur Adventszeit entnommen habe. Ich stelle sie hier in meiner leicht modifizierten Form vor).

Man braucht dazu: ein möglichst großes Blatt, am besten in Größe eines Zeichenblocks. Buntstifte oder Filzstifte, eventuell Euren Kalender, um Ereignisse nachvollziehen zu können. Los geht’s. Einen großen Kreis auf das Blatt zeichnen. Im Folgenden geht es darum, Aspekte des Lebens zu reflektieren, wie Abschied, Neubeginn, Chancen, Risiken, Gesundheit, Freundschaft, Beruf etc. und dazu in verschiedenen Farben Stichworte in den Kreis zu schreiben. Dazu unterteilt man den Kreis in „Tortenstücke“, so viele, wie man Aspekte reflektieren möchte. Begriffe zum Jahresrückblick, die sich bewährt haben sind zum Beispiel:
Was habe ich losgelassen/beendet; Was habe ich neu angefangen; Welche Personen verabschiedet; Welche Personen neu kennen gelernt oder Bekanntschaften intensiviert; Welche Chancen gab es (verpasste/ergriffene); Welche Risiken; Gesundheit; Träume; Ärger; Personen die ich unterstützt habe; Unterstützung, die ich erhalten habe von…; Persönliche Entwicklung wo?; Menschen, die ich nicht missen möchte (Liebe für); Menschen, die mich nicht missen möchten (Liebe von); ….

Soweit die Anregungen – lassen Sie sich und lasst Euch inspirieren.