Was hat Führung mit Bewusstseinserfahrungen zu tun?
Dies ist die Erkenntnis:
Fähigkeiten lassen sich nur entwickeln, wenn man in der Lage ist, bestimmte Erfahrungen zu machen. Erfahrung ist in diesem Fall ein Begriff aus der Phänomenologie und als Synonym für die im vorigen Beitrag genannten Bewusstseinsqualitäten zu sehen.
FREUDE ist eine derartige Erfahrung. Wenn jemand FREUDE erfährt, geht alles sehr leicht vonstatten, ist er/sie interessiert, enthusiastisch kann lachen und humorvoll sein.
Aus der Erfahrung von FREUDE lassen sich dann bestimmte Fähigkeiten entwickeln, wie z.B.:
· Neugier
· Enthusiasmus
· Humor
· Leichtherzigkeit
· Kreativität
· Flexibilität
Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch: Ohne oder mit verminderter Erfahrung von FREUDE stehen diese Fähigkeiten nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Keine/wenig FREUDE bedeutet kein/wenig Humor und keine/wenig Leichtherzigkeit. An deren Stelle bittere Ernsthaftigkeit und Rigidität. Hier ist der entscheidende Punkt für jegliche Form von Entwicklung und Coaching. Zuerst herausfinden, was FREUDE begrenzt/fördert und dann beginnen die damit verbundenen Fähigkeiten und Verhaltensmöglichkeiten aufzubauen. Anders geht es leider nicht.
Warum das alles? Das liegt auf der Hand, denn: wie führe ich (oder folge ich), wenn mir die FREUDE vergangen ist?
Interessant sind auch die kollektiv-institutionellen Aspekte. Zählt es und wird darüber reflektiert und gesprochen, ob eine Führungskraft mit Leichtigkeit und Humor führt oder nicht? Die Auswirkungen auf Motivation und Leistung eines Teams sind jedenfalls immens.
